Similan Inseln: Ein Traum für Taucher!

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Dass es Taucher aus aller Welt auf die Similan Inseln zieht, ist kein Wunder. Denn die Inselgruppe in der Andamanensee ist surreal und atemberaubend schön zugleich. Vielen anmutigen Tieren kann man dort Unterwasser ganz nah begegnen.

Was sind die Similan Inseln und wo liegen sie?

Als Similan Inseln wird eine Gruppe von neun Inseln in der Andamanensee bezeichnet. Sie liegen etwa 70 km vor der Küste von Thailand. Genauer gesagt vor der Küste von Khao Lak. Der Name kommt aus dem Malaysischen und ist so klangvoll wie informativ. Denn „sembilan“ bedeutet schlichtweg neun. Auf den Similan Inseln leben keine Menschen.

Lediglich Besucher der Insel sind dort anzutreffen. Gemeinsam mit zwei weiteren Inseln bilden sie den Nationalpark Mu Ko Similan, der sich über eine Länge von 24 km erstreckt.

Die Similan Inseln gelten als eines der schönsten Tauchgebiete auf unserem Planeten. Weißer, feiner Sand lässt das kristallklare Wasser darüber eisblau in der Sonne leuchten. Die Natur ist üppig und paradiesisch.

Prägend sind vor allem die surrealen Felsformationen, die vor etwa 65 Millionen Jahren durch aufsteigende Lava gebildet und von der Eiszeit und dem Meer auffällig geformt wurden.  Rund bis wellenförmig geschliffen, wirken die aufeinander liegenden Steine wie sanfte und beeindruckende Naturkunstwerke.

Die Similan Inseln gelten als eines der schönsten Tauchgebiete auf unserem Planeten. Weißer, feiner Sand lässt das kristallklare Wasser darüber eisblau in der Sonne leuchten.

Die Similan Inseln gelten als eines der schönsten Tauchgebiete auf unserem Planeten. Weißer, feiner Sand lässt das kristallklare Wasser darüber eisblau in der Sonne leuchten.(#04)

Besonders markant und berühmt ist der sogenannte „Sail Rock“ auf der Insel Nummer acht, von dem aus man eine herrliche Aussicht genießen kann.

So heißen die neun Similan Inseln übrigens:

  1. Ko Bangu
  2. Ko Similan
  3. Ko Payu
  4. Ko Hin Pousar, auch Ko Hua Kalok genannt
  5. Ko Haa
  6. Ko Miang
  7. Ko Payan
  8. Ko Payang
  9. Ko Huyong

Video: Similan Inseln Tauchen

Warum die Similan Inseln die Herzen von Tauchern und Naturfreunden höher schlagen lassen

Mit dem Boot am traumhaften Strand angekommen, kann man Suppenschildkröten, Leguane und Krebse beobachten. In den Regenwäldern stößt man auf Grauwangen-Gleithörnchen, Fledermäuse und den Fleckenmusang, eine Schleichkatzenart.

Große Säugetiere findet man auf den Similan Inseln nicht. Das liegt daran, dass es dort kaum Süßwasser gibt. Dafür fühlt man sich beflügelt, wenn man all die seltenen Vogelarten, wie die bunt schillernde Kragentaube oder den anmutigen Brahminenweih zu Gesicht bekommt.

Da das Archipel unbewohnt ist, ist die Natur dort nahezu unberührt und sehr ursprünglich. Geheimnisvolle Wege führen durch das Dickicht aus exotischen Pflanzen, wie Farn, Palmen und dem Breiapfelbaum. Von zahlreichen Aussichtspunkten kann man die Inseln aus der Vogelperspektive bewundern und die anderen Inseln oder sogar das Festland erblicken.

Im umliegenden Meer haben sich bunte und vielfältige Riffe gebildet, deren Korallen sich sanft in der Strömung wiegen. In ihnen pulsiert das Leben. Exotische Fische in allen Farben suchen dort Schutz und Nahrung. Darunter auch der, spätestens seit dem Film „Findet Nemo“, beliebte Clownfisch mit seiner auffällig orange-weißen Musterung. Muränen wagen sich hier und da aus den kleinen Höhlen und Krebse erobern den Meeresboden. Über den Korallen gleiten Mantarochen elegant durch das leuchtende Blau der Andamanensee.

Delfine spielen vergnügt miteinander und sind teilweise so zutraulich, dass sie einen beim Tauchgang begleiten. Ein Moment für die Ewigkeit ist vor allem die Begegnung mit dem Walhai. Er ist äußerst sanft und friedlich und zudem der größte Fisch der Welt. Mit einer Länge von bis zu 13 Metern fasziniert er jeden Taucher. Auch wenn er ein Hai ist, so kann man mit ihm entspannt die Unterwasserwelt erkunden, denn das anmutige Tier ernährt sich ausschließlich von Plankton und Kleinstlebewesen.

Gemeinsam mit der atemberaubenden Kulisse aus prächtigen Korallenriffen und Felsen wird die Tauchsafari so zu einem Highlight, das man nie mehr vergisst.

Damit man seine Tauchsafari sicher und entspannt genießen kann, muss das Wetter gewisse Voraussetzungen erfüllen.

Damit man seine Tauchsafari sicher und entspannt genießen kann, muss das Wetter gewisse Voraussetzungen erfüllen.(#05)

Wann man am besten zum Tauchen auf die Similan Inseln fährt

Damit man seine Tauchsafari sicher und entspannt genießen kann, muss das Wetter gewisse Voraussetzungen erfüllen. Es darf nicht zu stürmisch sein, da die Strömung sonst gefährlich werden kann. Auch gewittern darf es nicht, da Blitzeinschläge ins Meer lebensbedrohlich sind. Daher sollte man nur bei gutem Wetter in die Unterwasserwelt vor den Similan Inseln abtauchen.

Um zu wissen, wann gutes Wetter ist, muss man die Jahreszeiten von Thailand kennen. Davon gibt es in Südostasien zwei, die durch den Monsun eingeleitet werden. Während der Regenzeit ist eine Tauchsafari nicht möglich, denn das Wetter ist viel zu gefährlich. Strömender Platzregen, starke Gewitter und Stürme machen die See unruhig.

Getaucht werden sollte also nur in der Trockenzeit. In diesen Monaten ist der Himmel nahezu wolkenlos, die Sonne scheint kräftig und das Meer ist sanft. Das sind die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Tauchgang.

Doch auch alle anderen Ausflüge auf den Inseln und das Baden sind während der trockenen Zeit um ein Vielfaches schöner.

  • Trockenzeit: November bis April
  • Regenzeit: April bis Oktober

Wie sind die Besuchszeiten der Similan Inseln?

Da die Thais ihr Klima und Wetter sehr gut kennen und die damit verbundenen Risiken minimieren wollen, kann man die Similan Inseln nur während der Trockenzeit besuchen. Abgesehen von der gefährlichen Strömung möchte vermutlich ohnehin kaum jemand freiwillig bei heftigen Unwettern mit dem Boot über das Meer fahren und anschließend die Inseln erkunden.

Daher haben die Thais die Besucherzeiten auf die Monate Oktober bis Mai beschränkt. Die Zeiten können jedoch etwas variieren. Es ist also empfehlenswert, vor der Reise zu überprüfen, ob zur gewünschten Reisezeit auch wirklich Besuchsrecht gilt und überhaupt Tauchboote zu den Similan Inseln fahren.

Die reizvollen Similan Inseln lohnen sich in jeder Hinsicht. Einige Erlebnisse sind jedoch ein besonderer Genuss für Taucher.

Die reizvollen Similan Inseln lohnen sich in jeder Hinsicht. Einige Erlebnisse sind jedoch ein besonderer Genuss für Taucher.(#01)

Das muss man als Taucher bei den Similan Inseln erlebt haben

Die reizvollen Similan Inseln lohnen sich in jeder Hinsicht. Einige Erlebnisse sind jedoch ein besonderer Genuss für Taucher.

1. Schnorcheln entlang der felsigen Küste

Nicht nur an der Küste, auch unter Wasser hat sich eine fast märchenhafte Landschaft aus Stein geformt. Von der Eiszeit und der Strömung geformt, bilden die einzigartigen Felsen eine Kulisse, die beim Schnorcheln das Gefühl gibt, in einer anderen Welt zu schweben. Höhlen und Klippen machen neugierig und laden zum Erkunden der geologischen Landschaft ein. Um die Steine herum sind Tafelkorallen zu natürlichen Skulpturen herangewachsen.

Eingebettet in eine leuchtend bunte Pflanzenwelt thronen sie über dem Ozeanboden und ergänzen sich mit den Felsen zu einem schillernden Zuhause für allerlei scheue, verspielte und spannende Meeresbewohner. Eine Schnorcheltour entlang der steinigen Küste gehört zu den schönsten Impressionen eines Urlaubs in Thailand.

Wie in einem Sci-Fi-Film fühlt man sich, wenn man zum Nachttauchen an den berühmten Turtle Rock fährt. Nachts wagen sich lichtscheue Meeresbewohner aus ihren Verstecken, sodass man eine gänzlich andere maritime Fauna erleben kann.

Wie in einem Sci-Fi-Film fühlt man sich, wenn man zum Nachttauchen an den berühmten Turtle Rock fährt. Nachts wagen sich lichtscheue Meeresbewohner aus ihren Verstecken, sodass man eine gänzlich andere maritime Fauna erleben kann. (#03)

2. Nachttauchen am Turtle Rock

Wie in einem Sci-Fi-Film fühlt man sich, wenn man zum Nachttauchen an den berühmten Turtle Rock fährt. Nachts wagen sich lichtscheue Meeresbewohner aus ihren Verstecken, sodass man eine gänzlich andere maritime Fauna erleben kann. Und die ist so faszinierend, dass man nicht genug davon bekommen kann. Denn einige der Lebewesen sind fluoreszierend, also leuchten im dunklen Meer.

Oktopusse und Fische von fast extraterrestrischer Gestalt erhellen in allerlei Farben die nächtlichen Gewässer und bieten so eine Lichtshow der Extraklasse. Wer mutig ist, kann die Felsspalten und geheimen Ecken erforschen, die immer wieder für eine eindrucksvolle Überraschung sorgen. Stachelrochen, Steinfische und Muränen verstecken sich dort gerne.

Umgeben von Stille und Dunkelheit ist das Nachttauchen eine der lohnenswertesten und friedlichsten Mutproben überhaupt. Das Meer wirkt nachts besonders mystisch und sorgt für einen positiven Gänsehautmoment nach dem anderen.

3. Tauchsafari beim Anitas Reef

Tauchsafaris und Schnorcheltouren beim Anitas Reef sind etwas für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen. Die Wassertiefe beträgt zwischen 5 und 30 Meter, sodass man sich langsam an das Erlebnis herantasten kann. Kugelfische, Seepferdchen und exotische Fische tummeln sich in formschönen Korallenriffen. Der Sand am Meeresboden ist weiß und fein und bildet einen schönen Kontrast zum dunklen Blau der Tiefe.

Fischschwärme schwimmen in eindrucksvollen Formationen um einen herum und große Tümmler schauen neugierig, wer zu Besuch gekommen ist. Das farbenreiche Riff ist eines der größten um die Similan Inseln und befindet sich in der Bucht zwischen der fünften und sechsten Insel. Also der Ko Haa und der Ko Miang. Es ist über zehn Meter hoch und beheimatet unzählige Lebewesen. Entdecken kann man hier mehr als genug.

Nach einigen Stunden auf einem großen, belebten Schiff, ist der Abstecher auf die unbewohnten Tropeninseln Balsam für die Seele.

Nach einigen Stunden auf einem großen, belebten Schiff, ist der Abstecher auf die unbewohnten Tropeninseln Balsam für die Seele.(#02)

Die Similan Islands als wunderschöner Zwischenstopp auf der Kreuzfahrt

Kreuzfahrten im Indischen Ozean sind sehr begehrt. Wie könnte es auch anders sein, bei all den Traumstränden, Buchten und Regenwäldern? Ein Abschnitt des Indischen Ozeans ist die Andamanensee, in der auch die Similan Inseln liegen. Daher ist das Archipel ein lohnenswerter und gut gelegener Zwischenstopp auf einer Kreuzfahrt.

Nach einigen Stunden auf einem großen, belebten Schiff, ist der Abstecher auf die unbewohnten Tropeninseln Balsam für die Seele. Auch kann man die Zeit dort nutzen, um ausgiebig zu baden, einen Tauchgang zu machen und sich die spannende Tier- und Pflanzenwelt der Insel anzusehen, bevor es wieder an Bord geht. Regenwald, Korallenriffe, Clownfische, Walhaie und Delfine: Der Mu Ko Similan Nationalpark hat alles zu bieten, um seine Besucher glücklich zu machen.

Video: Similan Inseln Tauchen

Wenn mal nicht alles nach Plan läuft: die wichtigsten Nummern und Adressen für Thailand

  • Polizei: 191
  • Touristenpolizei: 1699
  • Feuerwehr: 199
  • Krankenhaus im Ort Takuapa: 076 431488

Deutsches Konsulat in Phuket:

  • Adresse: 100/425 Chalermprakiat R. 9 Road – Rassada – Phuket Town 83000 – Thailand
  • Telefonnummer: +66 76 61 04 07
  • Fax: +66 76 61 04 08
  • E-Mail: phuket@hk-diplo.de
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 09.00 bis 13.00 Uhr

Flughafen Phuket:

  • phuketairportonline.com
  • Telefonnummer: +66 76 351 122

Eine deutsche Tauchschule mit Sitz in Khao Lak, die Tauchtouren zu den Similan Inseln anbietet:

  • sea-bees.de

Dekompressionskammer für Taucher:

  • Andaman Coast 24-Hour Emergency Line: 09 871 2335 oder 01 797 5984

Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Benny Marty-#01: OutdoorWorks  -#02: FOTOGRIN-#03: _OutdoorWorks -#04: Vlad61  -#05: CyberEak

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Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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